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Astronomie

Für die einen, die reisen, sind die Sterne Führer.

Für andere sind sie nichts als kleine Lichter.

Für wieder andere, die Gelehrten, sind sie Probleme.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Die Astronomie übt seit jeher eine ihr innewohnende Faszination auf die Menschen aus. Am FSG haben die Schüler die Möglichkeit in Klasse 11 oder 12 in Form eines freiwilligen Wahlfachs Einblicke in diese Wissenschaft zu bekommen. Dabei ist das inhaltliche Ziel nicht ein vollständiger fachsystematischer Durchgang durch die Astronomie, sondern vielmehr das Vermitteln von anschlussfähigem Basiswissen. Dieses wird dabei ergänzt durch exemplarische Einblicke in aktuelle Forschungsgebiete und ihre spezifischen Methoden der Erkenntnisgewinnung. Hier ergibt sich auch die Möglichkeit, auf Fragestellungen des jeweiligen Jahrgangs individuell einzugehen.

Wir leben in einem Zeitalter, in der bahnbrechende Fortschritte gemacht werden. Der Nachweis von Gravitationswellen, die Suche nach Exoplaneten, die Begründung der modernen Kosmologie - die Nobelpreise für Physik der letzten Jahre sprechen für sich. Bei der Beschäftigung mit astronomischen Fragestellungen erkennen die Schüler, dass viele Fehlvorstellungen in unserem Weltverständnis verbreitet sind; modernen Formen des Aberglaubens wird kritisch begegnet. So trägt der Astronomie-Unterricht auch dazu bei, die eigene Rolle in der gegenwärtigen und zukünftigen Welt zu finden.

Carl Sagan hat anlässlich der Veröffentlichung eines Fotos unserer Erde, welches 1990 von der Raumsonde Voyager 1 aus einer Entfernung von etwa 6 Milliarden Kilometern aufgenommen wurde, in einer öffentlichen Vorlesung hierzu gesagt:

„We succeeded in taking that picture, and, if you look at it, you see a dot. That's here. That's home. That's us. […] The earth is a very small stage in a vast cosmic arena. […] Our planet is a lonely speck in the great enveloping cosmic dark. In our obscurity - in all this vastness - there is no hint that help will come from elsewhere to save us from ourselves. It is up to us. It's been said that astronomy is a humbling, and I might add, a character-building experience. To my mind, there is perhaps no better demonstration of the folly of human conceits than this distant image of our tiny world. To me, it underscores our responsibility to deal more kindly and compassionately with one another and to preserve and cherish that pale blue dot, the only home we've ever known.“

„Es ist uns gelungen, dieses Bild aufzunehmen, und wenn man es betrachtet, sieht man einen Punkt. [Dieser Punkt] ist hier. Er ist unser Zuhause.  Wir sind das. […] Die Erde ist eine sehr kleine Bühne in einer riesigen kosmischen Arena. […] Unser Planet ist eine einsame Flocke in der großen umhüllenden kosmischen Dunkelheit. In unserer Dunkelheit - in all dieser Weite - gibt es keinen Hinweis, dass Hilfe von anderswo kommen wird, um uns vor uns selbst zu retten. Man sagte, dass Astronomie eine bescheiden machende, und ich könnte hinzufügen, eine charakterbildende Erfahrung ist. Meiner Meinung nach gibt es vielleicht keine bessere Demonstration der Dummheit der menschlichen Einbildungen als dieses ferne Bild von unserer kleinen Welt. Mir unterstreicht sie unsere Verantwortung, freundschaftlicher und mitleidsvoller miteinander umzugehen und diesen blassblauen Punkt, das einzige Zuhause, das wir je gekannt haben, zu bewahren und zu pflegen.“

Das Bild „Pale Blue Dot“ finden sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pale_Blue_Dot#/media/Datei:Pale_Blue_Dot.png

Inzwischen existiert eine ähnliche Aufnahme, aufgenommen 2013, aus einer Perspektive im Schatten des Saturn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pale_Blue_Dot#/media/Datei:The_Day_the_Earth_smiled.jpg